GEMEINDE von POLICHNITOS
Die Heilquellen von Polichnitos

Die Heilquellen von Polichnitos
An der Ausfahrt von Polichnitos in Richtung Vatera sieht man die Kreuzung, die zu den Anlagen der heißen Quellen abzweigt. Die Wasser strömen aus zahlreichen Quellen durch die vulkanischen primären und sekundären Tuffgesteinsschichten. Die Wassertemperatur beträgt zwischen 67°C und 92°C (die Temperatur in den Becken liegt bei 42°C und 44°C), mit einer natürlichen Radonstrahlung von 15 – 25 MACHE - Einheiten angereichert und gelten als die heißesten von Europa. Sie sind natriumchloridhaltig und sind jenen von Wiesbaden, Deutschland, gleichwertig. 

Rechts befindet sich eine Reihe niedriger Gebäude, und zwischen Eukalyptusbäumen befinden sich die Bäder mit den Becken, die auf der Grundlage der alten, die vor Jahren hier in Betrieb waren, neu errichtet wurden. Alte und neue Furchen, frei fließendes und dampfendes Wasser, das den Grund mit Wärme liebenden Algen rot färbt, die sich hier entwickeln. Etwas weiter weg, hinter einem Binsenwald, erhebt sich ein Gebäudekomplex mit den geräumigen Schlafräumen und bogenförmigen Gebäuden der alten Becken. Bei unserer weiteren Beschreibung der Anlage darf auch  die kleine dreibogige Brücke nicht fehlen, die sich über den Fluss Almyropotamos spannt (eine von den wenigen, die bis heute erhalten sind) und weiter hinten der alte Brunnen aus dem gelblichen und rosafarbenen weichen Stein.

Die heißen Quellen von Polichnitos waren bereits zur Zeit der Türkenherrschaft in Betrieb, und seit dem Jahr 1959 sind zwei Becken vorhanden. Das Wasser ist klar und geruchlos, mit Oxycarbonat-, Chlorid- und Sulfatsalzen von Kalzium und Magnesium mit freiem Kohlendioxid und Eisen-, Magnesium-, Manganverbindungen, mit Sauerstoff und Spuren an Jod und Brom.

Abgesehen von ihren entspannenden Eigenschaften eignen sich die Bäder für: chronische rheumatische Gelenksbeschwerden (chronische degenerative und deformierende Leiden), Wurzelneuritiden, chronische Wirbelsäulenarthritiden, Lumbo-Ischialgien, Dysmorphien oder posttraumatische Verletzungen des Skelettsystems, sekundäre Hautleiden, Gicht, periphere Gefäßerkrankungen, extrapulmonare Tuberkulose, chronische entzündliche Erkrankungen der oberen Atemwege, entzündliche gynäkologische Erkrankungen, Dysfunktion der Eileiter – Dysmenorrhoe, weibliche Unfruchtbarkeit sowie Gastritis, insbesondere zusammen mit Dyspepsie, Hypochlorhydrie mit Hypotonie und gastrischer Atonie.

Die Heilquellen Agios Ioannis bei Lisvori
Fährt man in Richtung Lisvori, sieht man die Abbiegung im Olivenhain, die zu den Thermalquellen führt. Ein Bach mit Weiden, mitten im Schlamm, umgeben von einer Mauer, sprudelt mit Bläschen und heißem Wasser hervor. Die Wassertemperatur beträgt 69 °C, und das Wasser ist mit natürlicher Radioaktivität angereichert. Es ist natriumchloridhaltig und hat eine ähnliche Zusammensetzung und einen ähnlichen Anwendungsbereich wie das der Heilquellen von Polichnitos.
Es sind zwei Becken vorhanden, wovon eines zu einem unbekannten Zeitpunkt während der Türkenherrschaft errichtet wurde. Außerdem ist eine renovierte Herberge mit zwanzig Betten und kleiner Cafeteria in Betrieb. Direkt daneben befindet sich die Kapelle des Heiligen Joannis.

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