GEMEINDE von POLICHNITOS
Das Museum der Naturgeschichte in Vrisa

Acht Kilometer lang und zehn bis dreissig Meter breit sind Vateras Straende. Sie sind nicht nur die schoensten Straende auf ganz Griechenland, sondern auch die schoensten im ganzen Mittelmeer. Vatera gehoert zu dem Dorf Vrisa, der ein Teil des Stadtbezirkes von Polichnitos ist. Eine breite Strasse verbindet Vatera mit Vrisa. Diese Strasse fuehrt einen durch Kieselfelsen, Fluss-Stroeme und sandigen Schlamm. Die Sedimente pruefen die Existenz der Flusssysteme mit den Flussbetten und den ueberschwemmten Ebenen. Waehrend des Aufbaus eines Gebaeudes in Vatera, wurde als erstes der untere Kieferknochen eines “Provoscidoto“ (Elefanten) entdeckt. Es wurde festgestellt, dass dieses Fossil zu einer Sorte der Anarcus Arvenencis gehoert, ein Elefant welcher vor 1,6 Million Jahren verschwand. Mehr Forschung fuehrte zu der Entdeckung von mehr Fossilien, wie zum Beispiel den Hufen eines versteinerten Pferdes oder dem oberen Teil einer Schildkroete und den zerfallenen Kieferknochen der fleischfressenden Spezies Nyctereutes. 

Die Quantitaet der Fossilien ist einzigartig, teils wegen der Verschiedenartigkeit der Sorten und teils, was viel wichtiger ist, wegen den Fossilien selbst, denn einige von ihnen sind voellig unbekannt. Es gibt auch zahlreiche, die an anderen Plaetzen bekannt sind: eine zwergartige Antilope, eine riesen Schildkroete und ein grosser Affe. 
Eine zweite Ausgrabung, welche im September organisiert wurde, bestaetigte die ersten Zusammenfassungen. Dieser Fossil-Lager Punkt in Vatera ist vom grossen wissenschaftlichen Wert und versorgt uns mit bedeutenden Informationen hinsichtlich des natuerlichen Klimas waehrend der Pliocene, eine Periode, kurz vor dem Anfang der Eiszeit, als die ersten Menschen in der alten Welt erschienen. 

Der Ueberfluss an Gazellen-, Pferden- und Antilopenfossilien deutet auf ein Savanneklima an. Die Sedimente deuten auf die Existenz eines Flusssystems, in dem sich vermutlich die Waelder an seinen Baenken entwickelten. Das Vorhandensein eines Affen - Paradolichopithecus -, und einer riesen Schildkroete, welche nur in zwei Orten in Europa bekannt sind, machen die Fauna von Vatera einzigartig. 
Vom Strand in Vatera koennen Sie die Insel Chios sehen. Vor zwei Million Jahren, 
welches auch das Alter der Fossilien ist, war die Ansicht vollkommen anders. Chios war mit Lesvos verbunden. Es gab ein Flusssystem mit Flutebenen. Es gab Herden von Gazellen und Giraffen die mit Gras- oder Baumblaettern gefuettert wurden. 

Die Entdeckungen der Vatera Ausgrabungen befinden sich in der alten Schule von Vrisa. Es ist eine besonders interessante Ansammlung, die aus a) Entdeckungen von versteinerten Wirbeltieren und wirbellosen Tieren besteht, wie zum Beispiel ein zweibeiniger Affe, grosse Pferde, Gazellen, Hirsche, Vieh, Mammut, Elefanten und andere Fossilien, b) Gesteinskunde und Mineralogiefossilien, welche den Reichtum des Bergbaus von Lesvos decken, c) eine Abteilung in der Zoologie mit Repraesentativsorten der Fauna von Lesvos und d) eine Botanikabteilung mit Proben der zeitgenoessischen und versteinerten Fauna von Lesvos. 
In dem Hintergarten des Museums wird ein Lehmmodell einer riesen Schildkroete (in der Groesse eines kleinen Autos) ausgestellt. 

 

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