GEMEINDE von POLICHNITOS
Stavros
In der Umgebung von Polichnitos, ist es von allen Doerfer das kleinste. In frueheren Zeiten wurde es auch Vourkos (Sumpf) genannt, weil dieser der Name des Flusses war, der die zwei Doerfer von Stavros, das Obere und das Untere trennte. Das Dorf ist in der Mitte des Tals, am Fluss Vourkos gebaut. Es gibt drei Kirchen: St.Bartholomiou, St.Paraskevi (Freitag) und St.Therapondas (Heiler). Vor einiger Zeit gab es eine Bevoelkerung von 800 Leuten. Heute jedoch, aufgrund der Migrationswelle nach Australien in den fuenfziger und den sechziger Jahren, sowie der Umzug von vielen Einwohnern in die grossen Staedten, wie zum Beispiel nach Athen und nach Mitylene, wegen der Suche nach Arbeit, gibt es nur noch 100 Einwohner in beiden Siedlungen. Waehrend der Sommerzeit erhoeht sich jedoch die Anzahl der meisten Einheimischen wieder, seitdem die meisten an anderen Orten (Australien, Athen, Mitylene) leben, weil sie zu Besuch in ihre Heimat voruebergehend
zurueckkehren.

Das Dorf ist tief im Tal gebaut und nicht nah an der Kueste, moeglicherweise aus Angst vor den Piraten, aufgrund der frueheren Zeit. Wie schon erwaehnt, entstand der Namen nach dem Fluss, fliessend in dieser Gegend und das
stillstehende Wasser, welches in frueheren Zeiten normalerweise dort war. Wie auch immer, es gibt auch Hinweise fuer einen noch viel aelteren Namen. Es wird gesagt, dass es "SYKIES" (Feigen Baeume) hiess.
In der Naehe des Dorfes gibt es einen Ort, der "STAVRIA" genannt wird und er ist auch mit dem neuen Namen und der Geschichte des Dorfes verbunden. Dort wurden auch gebrochene Ziegelsteine, Fliesen und Behaelter gefunden, welche die Existenz einer mittelalterlichen Siedlung in dieser Gegend offenbaren. Ein anderes Element, welches die Existenz einer Siedlung in der Gegend prueft, ist die Kirche von St.George. Obwohl es saniert wurde, gibt es Beweise, dass es auf dem Grund einer anderen, noch viel aelteren Kirche gebaut wurde. Heute koennen die Besucher dort das
Kapitell, eine Saeule und einen Sockel sehen. Dicke Gefaesse mit Knochen wurden am Platz "Macros" ausgegraben, am Anfang einer landwirtschaftlichen Strasse. Dies deutet darauf hin, dass der Ort ein Friedhof war, waehrend der frueheren Kupfers Zeit - ein seltener Fund fuer die nordoestliche Aegaeis.
Ein anderer Ort bestaetigt die Existenz einer Siedlung und dessen Behausung, aus der Antike und zwar die Hochebene von "ROGADA". Es gibt einen rauhen Festungswall, genannt "KASTRI" (kleines Schloss) am Rand der felsigen Klippen. Die Leute von Rogada, welche Feuer anzuendeten, um die Buerger aus anderen Gegenden zu warnen, wegen der bevorstehenden Gefahr, benutzten diesen Turm. In der Naehe von Kastri gibt es zwei Kirchen, welche auf den Ruinen eines aelteren Tempels und einige Grabstellen gebaut wurden.

Heute leben die Einwohner in Stavros ruhig, arbeiten auf den Feldern und zuechten Tiere. Sie sind beruehmt fuer ihre „Roupades“ (eine lokale Art von Oliven), fuer den Magermilchkaese, Oelkaese, das frische Gemuese ohne Duengemittel und die Pilze, welche unter den Kieferbaeumen (Pefkites) gesammelt werden. Gastfreundschaft ist die Haupteigenschaft der Einwohner von Stavros. Das umgebende Gruen mit den zahlreichen Gaerten, voller Blumen, wartet auf Reisende und ihren Besuch, um sich zu entspannen. Dies kann in einer der fuenf traditionellen Cafes geschehen, wo man einen Kaffee trinken kann oder eine Mahlzeit geniesst und das unter dem Schatten der ewig flachen Baeume.
Es lohnt sich, die Kirche von St.Paraskevi zu besichtigen, welche nach der Brandstiftung vom Jahr 2003 erneuert wurde. Sie wurde zu einem Juwel dieser Gegend. Stavros und die Umgebung haben zahlreiche Strassen und Wege mit einer aussergewoehnlich natuerlichen Schoenheit: St.Faneromeny, St.Marina und St.George's Schluchten oder die panoramische Aussicht von St.Helias, welche Sie entweder zu Fuss oder mit einem Auto besichtigen koennen.
Jeden Sommer am 2.Juli gibt es eine Messe von St.Therapon und im August gibt es ein jaehrliches Fest, das fuer seine Lebhaftigkeit und Froehlichkeit einzigartig
ist.
Es ist empfehlenswert fuer die Urlauber von Vatera dieses kleine Dorf zu besichtigen, mit den herzlichen und gastfreundlichen Menschen.
Panagiotis Palaiologos, Vorsitzender der lokalen
Kulturellen Verein von Stavros
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