GEMEINDE von POLICHNITOS
Vrisa
Vrisa und ihre Legenden und Geschichten
Der Nebel der Legende umfasst die Einrichtung von Vrisa. Die legendaeren Siedler von Lesvos, Makar oder von Makarefs, dessen Name immer noch in Makara verwendet wird, eine Position am westlichen Ende des Golfs von Kalloni, in Bezug auf den Politiker und Historiker Androtion, der Gruender des Tempels von Vriseos Dionysus am Kap von
Vrisa. Heute wird die Gegend St.Fokas genannt: “ το ιερόν του θεού εν τη Βρίση φήσιν ιδρύσθαι υπό Μάκαρος”
(dies bedeutet, dass Makaras den Tempel von Dionysus in der Gegend von Vrisa
gruendete).

In Anlehnung an Claudius Elianos in seiner "veraenderten Geschichte" war ein anderer Mann, namens Makar, ein Priester von Dionysus, der Gruender von dem Gottesdienst am Kap von
Vrisa. Entsprechend dem gelehrten Stefanos der
Byzantiner, wurde Dionysus nach Vrisa benannt, Vriseos. Ausserdem wird er auch "Vrisagenis" genannt, was bedeutet, dass er in Vrisa geboren wurde, entsprechend einer Beschreibung, welche in der Gegend des Tempels gefunden wurde. Dieses erwaehnt der deutsche Archaeologe Koldewey: "ΜΕΓΑΡΙΤΟΣ ΑΙΣΧΥΝΟΥ ΔΙΟΝΥΣΟΥ ΒΡΙΣΑΓΕΝΕI " (es bedeutet, dass es ein Angebot an Aischynes von Megara fuer den Gott Dionysus Vrisagenis (geboren in Vrisa) war.)
Altes Vrisa muss ueber dem Kap von Vrisa gelegen haben, in der Naehe des Tempels, welches versehentlich waehrend der Reinigung des kleinen Natur Hafens entdeckt wurden, das an der oestlichen Seite der Landspitze liegt.
Es ist immer noch ein Raetsel, ob das Kap und der Tempel von Dionysus nach der Stadt benannt wurden oder umgekehrt. Es ist jedoch sicher, dass das Dorf Vrisa seit der Antike existiert und dessen Name Heute direkt an Vriseos Dionysus angeschlossen ist. Deswegen bildet sich ein Beispiel der historischen Kontinuitaet an dieser kleinen Ecke von Lesvos.
Die Heiligkeit an der Seite am Kap von Vrisa wurde wegen dem fortlaufenden Bau der Tempel seit Jahren gut erhalten. Der neueste Tempel von Dionysus ist vom dorischen Rhythmus und seine Ruinen liegen bis zum ersten Jahrhundert v.Chr. zurueck.

Mysthisches Vrisa, welches mit Makaras zusammenhaengt, der Gruender von Lesvos, haengt auch mit einem anderen Mythos zusammen, und zwar Brisiida, eine weibliche Abbildung vom trojanischen Krieg, "ικέλη χρυσέη Αφροδίτη" (so schoen wie die Goettin Aphrodite), so beschreibt sie Homer. Sie war der Apfel der Zwietracht zwischen Achilles und Agamemnon.
Entsprechend der Tradition wurde Vrisiida in Vrisa geboren. Sie war die Tochter von Vriseas, von dem auch ihr Name her
kommt. Als Achilles Lirnissos besetzte, die Stadt, in der Vrisiida mit ihrem Ehemann, dem Koenig Minitas lebte, toetete er den Koenig und nahm seine Frau Vrisiida als kostbaren Preis mit zum griechischen Armeelager nach Troja.
Die lokale Tradition behielt den Glauben lebendig, das Achilles durch Vrisa ging. Die Einheimischen zeigen mit Stolz, sogar heute noch, auf das Gute des Weges nach St.Fokas, welches von Achilles ausgegraben wurde und auch nach ihm benannt wurde "Achiliopigado".
Waehrend der fruehen byzantinischen Periode und vermutlich auch viel frueher, waehrend der roemischen oder hellenisschen Zeit, wurde das Dorf Vrisa weiter oestlich ueberfuehrt, am Kap von St.Fokas entlang bis hin zum Ort St.Catherine.

Vom gleichen Zeitalter fuehren uns die Entdeckungen in diesem Ort, wie das Fundament einer grossen paleochristianischen Kirche, Grabmale und Lehmoel Laemmer, Marmor oder beschriebene Saeulen, so wie die Beschreibung "ΣΤΡΑΤΟΝΙΚΗ ΧΡΗΣΤΗ ΧΑΙΡΕ " (gutherziger Stratoniki, wir begruessen Sie), zur Feststellung, dass Vrisa in der frueheren christlichen Zeit und vermutlich auch "Vrisia polis", erwaehnt von dem alexandrianischen Lexikographen Isychios (5. Jahrhundert v.Chr.), sich am Ende eines fruchtbaren Flussufer Tals befand.
Der Grund warum Vrisa (zur See gehoerig) verlassen wurde, ist nicht bekannt. Vielleicht geschah hier das gleiche wie in allen aegaeischen See- und Inselstaedten; Piraten Ueberfaelle, welche das byzantinische Reich waehrend des mittleren und spaeteren byzantinischen Zeitalters erschuetterten, und somit die Einwohner von Vrisa zwangen sich einen sichereren Wohnsitz im Inland zu suchen.
Nach der Zerstreuung in ihrer Stadt, setzten sich die Leute von Vrisa in kleinen landwirtschaftlichen Viehzucht Gesellschaften fest, einige Kilometer vom Meer entfernt, in der Umgebung von Vrisa. In den Jahren, wurden andere Siedlungen, wie die von Paleokastro, Aegida und Livadi durch die viel sicherere Siedlung Vrisa aufgenommen.
Vrisa heute
Vrisa, unsichtbar durch das Meer, geschuetzt gegen Piraten durch eine Aufklaerungsanlage, ueberlebte das schwierige und dunkle mittlere Alter und die Ottoman Herrschaft. Sie besteht aus Wachtuermen an strategischen Stellen. Auf diese Weise konnten sie nicht nur das Leben erhalten, sondern auch den Geist dieser Einwohner mit all den schoenen Qualitaeten des vergangenen Glaubens und der Kultur, welche sie durch die Jahre
trugen.

Am Anfang des 19. Jahrhunderts, konnten die Christen von Vrisa, mit ihren kleinen Mitteln des Ueberlebens, organisieren, dass die Kirche von Zoedochos Pigi (lebensspendender Fruehling) innerhalb eines Jahres (1803-1804)
gebaut wurde. Diese wird beschrieben, als die meist gefuehlsvolle Basilika auf der Insel, aufgrund ihrer Farben und Zeilen. Der hoelzerne geschnitzte Tempel ist vom einzigartigen kuenstlerischen Wert. In den letzten Jahrzenten des 19.Jahrhunderts und am Anfang des 20. Jahrhunderts folgte Vrisa der allgemeinen Entwicklung der Insel und weist einen bemerkenswerten finanziellen und sozial- und intellektuellen Fortschritt auf. Im Jahre 1909 wohnten 480 Familien in Vrisa. Es gibt zwei Oliven Pressen, welche Olivenoel produzieren. Getreide, Anissamen und Feigen sind die Hauptprodukte. Die Einwohner von Vrisa halten mit ihren eigenen Mitteln eine Maedchen und Jungen Schule aufrecht. Das Dorf hat drei Aerzte und eine Apotheke.
Dieser aufwaerts Kurs dauerte bis mitte der zwanziger Jahre. Nach der deutschen Besatzung und dem Buergerkrieg, verursachte eine heftige gegenwaertige Abwanderung in Richtung Grossstadt-Zentrum, das Schrumpfen der Bevoelkerung, dem schnellen Altern der Leute und eine pessimistische Landwirtschaft in Vrisa.
In den letzten zwei Jahrzenten schaffte die touristische Entwicklung in Vatera und St.Fokas eine vielversprechende Perspektive betreffend der Bestaerkung der lokalen Wirtschaft und dem Lebensunterhalt der restlichen Bevoelkerung in Vrisa.
Zusaetzlich werden in der Gegend von Vrisa-Vatera wichtige Ergebnisse durch die Ausnutzung der palaeontologischen Entdeckungen erwartet. Diese ziehen jetzt schon das Interesse der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft an. Exemplare von versteinerten Tieren werden in der alten Maedchen Schule in Vrisa, in der naturgeschichtlichen Sammlung
ausgestellt.
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